Wanderung an den Ahlhorner Fischteichen

Endlich hat sich für mich mal die Gelegenheit für eine ausführliche Barfußwanderung ergeben. Unterwegs war ich an den Ahlhorner Fischteichen und im angrenzenden Wald. Das Wetter war mit seinen 27° bei extremer Schwüle grenzwertig, aber ich wollte diesen Sonntag einfach nicht ungenutzt verstreichen lassen. So nahm ich das Schwitzen und die bei dieser Wetterlage sehr lästigen Insekten in Kauf. Bereut habe ich es nicht. Es war ein schöne Tour.

Neben den optischen und akustischen auch die sensorischen Eindrücke zu spüren war weitestgehend ein Genuß. Herrlich die Sand- und Waldwege unter den Füßen zu spüren, den Wechsel zwischen trockenen, sonnigen und schattigen, feuchten, teils leicht matschigen Böden. Das man Matsch und Pfützen im Gegensatz zu beschuhten Wanderungen nicht mühsam umkurven muß, ist dabei ein weiterer Vorteil 😀 Das Wort „weitestgehend“ taucht deshalb auf, weil in dem Gebiet leider viele Waldwege geschottert sind.

Schotter und Barfuß ist doof. Allerdings habe ich während meiner Tour den Schotter noch in verschiedene Kategorien eingeteilt. Der grobe Schotter war der böse Schotter, einfach nur ätzend, der feinere Schotter war nur doofer Schotter und der schon einigermaßen eingetretene und halbwegs versunkene Schotter war der gute Schotter. Gekrönt wurden die Schotterabschnitte nur von gut getarnten, kleinen Tannenzapfen, ganz böse, sach ich nur. So war die Wanderung nicht nur ein Vergnügen, aber die angenehmen Abschnitte haben überwogen und außerdem gewöhnten sich die Füße erstaunlich schnell an all das, was ihnen da unter die Sohlen kam. In ein paar Monaten oder in einem Jahr werde ich sicher auch noch unempfindler sein. Schließlich begannen ja erst im Februar meine ersten zaghaften Barfuß-Anwandlungen 🙂

 

Immerhin war ich zeit meines Lebens noch nie so weit auf nackten Sohlen unterwegs. Es geht voran und ich hoffe, dass ich die nächste Wanderungen in etwas kürzerer Folge hinbekomme 🙂

Missliche Lage

Vorgestern gönnte ich mir einen mittäglichen Barfuß-Spaziergang an der Hunte. Dieser Umstand kam einem Schaf sehr gelegen, das sich selber in eine ziemlich missliche Lage gebracht hat:

09.05. 01

Keine Ahnung warum Schaf meinte einen Ausflug auf das Siel unternehmen zu müssen. Fakt war nur, es steckte mit dem Kopf im Geländer fest. Wenn es versuchte den Kopf herauszuziehen, trat es hinten über und drohte in die Hunte zu stürzen. Wenn es versuchte sich hinzulegen, hing der Hintern hinten über und es stand sofort wieder auf, blieb einen Moment ruhig stehen und dann ging das Spiel von vorne los, hinten übertreten, hinlegen, aufstehen, stehenbleiben.

Ich rief den Deichschäfer an und während ich auch ihn wartete, gelang es mir das Schaf seitlich zu drehen und dann erst ein Ohr und schließlich den ganzen Kopf durch die die Gitterstäbe zu frimeln, was es -ganz Schaf- stoisch über sich erheben ließ. Allerdings hatte ich das Schaf falsch herum gedreht und es zeigte nun mit dem Allerwertesten Richtung rettender Wiese und ließ sich auch nicht dazu bewegen rückwärts zu gehen. Dies gelang schließlich dem Deichschäfer. Zum Dank rannte das Schaf dann durch zwei Zäune und mitten durch eine Kuhherde und selbst der Hüttehund hatte keine Chance es zurückzutreiben. So wurde es erstmal in Ruhe gelassen und wird wahrscheinlich irgendwann von ganz alleine zur Herde zurückgekehrt sein.

Der Deichschäfer konnte meine Barfüßigkeit nicht so richtig verstehen und fragte mich wo meine Schuhe wären. Ich glaube er konnte nicht wirklich glauben, dass ich keine dabei hatte 😎

Ansonsten: Der mächtig raue, verwitterte, alte Asphalt des Fahrweges an der Hunte setzt den Fußsohlen mit der Zeit ganz schön zu und Laufen durchs Gras war wegen der vielen Schafköttel nur bedingt eine Alternative 😀

 

Schnell den Frühling ausgekostet

Vorgestern hatte ich in den Mittagsstunden die Gelegenheit für etwas mehr als einen Spaziergang den ersten richtigen Frühlingstag zu genießen. Die Bornhorster Wiesen sind eigentlich mein Laufrevier, aber auf blanken Sohlen wandernd hat man einfach viel mehr Muse die faszinierende Schönheit dieser Marschlandschaft zu genießen. Auch wenn der teilweise sehr rauhe Asphalt für meine noch nicht so an das Barfußlaufen gewöhnten Füße schon sehr fordernd war. Nichtsdestotrotz war es einfach nur wunderschön.

Hier die Bilder:

Das erste Mal

Ich weiß selber nicht, was mich da reitet. Aber seit einigen Monaten bin ich froh, wann immer ich die Schuhe und, wenn möglich, auch die Socken von den Füßen bekomme um nur noch barfuß, vornehmlich wegen des Winters in der Wohnung, unterwegs zu sein.   Dazu werde ich aber in meinem „Über“ in Kürze noch eingehen.

Heute wollte ich es wissen und habe das erste Mal in meinem Leben eine kurze Barfußwanderung unternommen. Zum Feierabend und Start ins Wochenende schien die Sonne und mit ca. 10 ° war es so „warm“ wie noch nie in diesem Jahr bei uns. Leider verabschiedete sich die Sonne pünktlich zum Beginn meiner Wanderung und die Temperatur sank leicht.

Davon ließ ich mich aber nicht abschrecken. Auto geparkt, Barfußschuhe und Socken aus und sicherheitshalber im Rucksack verstaut und los. Nach nur 150 m hatte ich einen sandigen Trampelpfad unter den Füßen und wenig später dann flauschige Waldwege. Anfangs waren die Füße doch kälter als ich dachte. Nun, die Nacht war mit knapp an der Frostgrenze auch noch recht kalt und der Boden hatte in den letzten Wochen noch keine Chance sich zu erwärmen. Damit sollte man rechnen, wenn man ausgerechnet zum Spätwinter in sein Barfußleben startet. Nach einer halben Stunde waren die Füße dann aber doch warm. Bald erreichte ich die Hunte und das Laufen auf nackten Füßen machte wirklich Spaß. Auch dann noch als an der Hunte der Pfad mit Bucheckern übersät war. Da diese über den Monate schon etwas verrottet waren, ließen sie sich aber ganz gut ertragen.

Ertragen ließ sich sogar der Schotter des Bahngleises, das ich überquerte. Unangenehm wurde dann aber ein geschotterter Weg, den ich zum Glück nach 200 bis 300 m wieder verlassen konnte.

Ab da ging es nur noch auf Waldwegen zurück zum Auto. Bescheidene 6 km war diese Premiere lang. Für das erste Mal und angesichts des doch noch frischen Wetters  war es völlig ausreichend. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und die Füße haben es auch problemlos weggesteckt. Sie kribbeln heute abend immer noch angenehm 🙂

Ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, dann darf aber gerne die Sonne scheinen 🙂