So langsam wird`s ernst

Der Winter ist da!

Der erste Winter, in dem ich bis dato Schuhe noch nicht so wirklich vermisse 🙂 Meine bessere Hälfte bekommt schon langsam die Krise 😀

Mein Kälteempfinden ist dabei allerdings sehr unterschiedlich. Bei einem Gang zum Bäcker bei um die 0° sind mir über 1,7 km fast die Füße abgefroren, vorallem der etwas matschige Spazierweg war eiskalt. Dafür hat mir das Autofreimachen bei gleicher Temperatur nichts ausgemacht. Auf dem Weihnachtsmarkt war ich heute in meinen Leguano Aktiv mit den dünnsten Sneakersocken, die ich habe. Während der zwei Stunden auf dem Markt waren meine Füße etwas kalt, aber nicht eiskalt und gar kein Vergleich zu den kalten Füßen, die ich immer in festen Schuhen hatte, nachdem ich zuvor kurz darin geschwitzt hatte.

Gestern in der Apotheke sagte die Apothekerin zu mir „Ihr Immunsystem muß sehr gestärkt sein, wenn Sie jetzt noch barfuß unterwegs sind“. Schaun wir mal was Immunsystem und Füße im weiteren Verlauf des Winters sagen.

Urlaub, da wo man viele Barfüße sieht

Nun geht er schon wieder vorbei, mein Urlaub auf der Insel Sylt. Zwei Wochen, in denen ich so gut wie gar keine Schuhe an den Füßen hatte. Wie viele Andere übrigens auch. Nur beschränkt sich das bei denen auf das Barfußlaufen am Strand, die Schuhe in der Hand.

Ich will da gar nicht lästern, bis letztes Jahr habe ich es genauso gemacht. Bis es mir zu blöde wurde und ich schon von der Ferienwohnung barfuß losgegangen bin. Das war quasi der Anfang meiner zunehmenden Barfußmanie 😀

Jetzt war ich nach Aussage meiner besseren Hälfte schon bei der Hinfahrt der Hingucker, weil ich auch auf der Elbfähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel keine Schuhe getragen habe.

Auf Sylt hat mein barfüßiges Herumlaufen niemanden interessiert. Weder in der Westerländer Fußgängerzone noch in irgendwelchen Geschäften. Nur ab und zu gingen Blicke zu meinen baren Füßen, aber das finde ich inzwischen eher witzig 🙂 Lediglich in Restaurants habe ich der Etikette halber Schuhwerk angezogen.

Aber was mich nach Sylt zieht sind sowieso nicht die Menschen und das Shopping, sondern die Natur. Die ist für mich immer wieder ein Traum. Strand, Dünen, das unendlich weite Meer. Was will ich mehr am Meer?

Ok, das Wetter hätte gerne etwas besser sein dürfen, aber auch das ist eben Sylt. Und das ich sogar einen ausgewachsenen Sturm mit Orkanböen erleben durften, hatte ich auch noch nie.

Dem Sturm habe ich einen ausführlichen Post auf meinem Lauf-Blog gewidmet, wer Interesse daran hat, kann hier gerne mehr dazu lesen 😀

Heute abend gehts dann wieder zurück, dass ist allerdings kein Grund die Schuhe wieder anzuziehen 😀

 

 

 

BarfußLAUFEN

Meine große Passion ist das Laufen und so liegt es auf der Hand künftig auch laufend so gut es geht barfuß unterwegs zu sein. Allerdings bedarf es für die Umstellung auf Barfußlaufen doch sehr viel Umsicht und Zeit.

Als beschuhter Läufer bin îch, wie die große Masse, über die Ferse abrollend unterwegs. Das geht Barfuß überhaupt nicht. Auch harte Untergründe wie Asphalt bekommen laufend noch einmal ein ganz andere Qualität und ich beschränke mich auf Asphalt noch auf wenige hundert Meter barfußlaufen. Auf weichen Untergründen komme ich da schon erheblich weiter und so feierte ich heute eine Premiere: Mein erster kompletter Barfußlauf!

Dazu habe ich mir natürlich ein besonders angenehmes Laufterrain ausgesucht. Das Naturschutzgebiet Gellener Torfmöörten. Hier wechseln sich reine Sandwege (wie Strand 🙂 ) und schmale Naturpfade ab. Allesamt sehr barfußfreundlich.

Mit kleinem Geäst und Schredder ausgebesserten Wegstellen sowie Baumwurzeln können meine Füße schon ganz gut umgehen. Lediglich dreimal kam ich etwas unglücklich auf Baumwurzeln auf, so dass diese für das Fußgelenk einen recht kräftigen Schlag bedeuteten. Auch die Achillessehnen deuteten an, dass sie dieses Laufen noch nicht ausreichend gewohnt sind und mahnten zur Vorsicht und es nicht zu übertreiben. In diesem Sinne waren die heutigen 9,5 km sicher eine Grenzüberschreitung. Aber dieses Gefühl barfuß laufend unterwegs zu sein ist einfach unbeschreiblich. Das ist noch einmal eine ganz andere Dimension als beim Gehen und hat im höchsten Maße Zuchtpotential.

Da bedarf es schon einer hohen Durchsetzungsfähigkeit der Vernunft die Umstellung weiter in kleinen Schritten voranzutreiben. Ich werde mich diszplinieren müssen. Für die komplette Umstellung habe ich zwei Jahre veranschlagt und von denen sind erst drei Monate um.