Blick an Weser und Hunte

Der gestrige Sonntag war ein wunderbarer, sonniger Herbsttag und nach anderen Verpflichtungen fanden meine bessere Hälfte und ich zum Glück zum späten Nachmittag noch die Zeit das schöne Wetter auszukosten. Zu erst mit einem Blick über die Weser bei Berne.

Die Weser führte ungewöhnlich viel Wasser und bot schöne Ausblicke bei klarer Luft und mit tiefblauem Wasser.

Bei dem hohen Wasserstand mußten wir natürlich auch noch an meinen Heimatfluß, die Hunte, schauen und sind an meine Lieblingslaufstrecke in den Bornhorster Wiesen vor den Toren Oldenburgs gefahren.

Hier warfen nicht nur schmalen Wolken sehr lange Schatten, sondern die Hunte nahm auch ganz langsam und seicht mit spiegelglatter Oberfläche Besitz von dem Weg, den ich sonst meistens laufend (auch das zunehmend barfuß) absolviere.

Ich spazierte den Weg entlang, wohlwissend, dass er auf dem Rückweg teilweise komplett überflutet sein würde. Jens blieb aus dem Grund auch zurück, aber ich hatte ja meine wasserdichten Füße dabei, wenn ich da einmal den Barfußdichter zitieren darf 🙂

Langsam setzte die Dämmerung ein und die Lichtstimmung war einfach phänomenal. Aber es wurde frisch und bevor das Licht ganz verschwand beendeten wir unseren kurzen Ausflug, froh ihn noch gemacht zu haben.

Die schöne und goldene Seite des Herbstes, so dürfte es gerne noch ein paar Wochen bleiben.

Missliche Lage

Vorgestern gönnte ich mir einen mittäglichen Barfuß-Spaziergang an der Hunte. Dieser Umstand kam einem Schaf sehr gelegen, das sich selber in eine ziemlich missliche Lage gebracht hat:

09.05. 01

Keine Ahnung warum Schaf meinte einen Ausflug auf das Siel unternehmen zu müssen. Fakt war nur, es steckte mit dem Kopf im Geländer fest. Wenn es versuchte den Kopf herauszuziehen, trat es hinten über und drohte in die Hunte zu stürzen. Wenn es versuchte sich hinzulegen, hing der Hintern hinten über und es stand sofort wieder auf, blieb einen Moment ruhig stehen und dann ging das Spiel von vorne los, hinten übertreten, hinlegen, aufstehen, stehenbleiben.

Ich rief den Deichschäfer an und während ich auch ihn wartete, gelang es mir das Schaf seitlich zu drehen und dann erst ein Ohr und schließlich den ganzen Kopf durch die die Gitterstäbe zu frimeln, was es -ganz Schaf- stoisch über sich erheben ließ. Allerdings hatte ich das Schaf falsch herum gedreht und es zeigte nun mit dem Allerwertesten Richtung rettender Wiese und ließ sich auch nicht dazu bewegen rückwärts zu gehen. Dies gelang schließlich dem Deichschäfer. Zum Dank rannte das Schaf dann durch zwei Zäune und mitten durch eine Kuhherde und selbst der Hüttehund hatte keine Chance es zurückzutreiben. So wurde es erstmal in Ruhe gelassen und wird wahrscheinlich irgendwann von ganz alleine zur Herde zurückgekehrt sein.

Der Deichschäfer konnte meine Barfüßigkeit nicht so richtig verstehen und fragte mich wo meine Schuhe wären. Ich glaube er konnte nicht wirklich glauben, dass ich keine dabei hatte 😎

Ansonsten: Der mächtig raue, verwitterte, alte Asphalt des Fahrweges an der Hunte setzt den Fußsohlen mit der Zeit ganz schön zu und Laufen durchs Gras war wegen der vielen Schafköttel nur bedingt eine Alternative 😀

 

Schnell den Frühling ausgekostet

Vorgestern hatte ich in den Mittagsstunden die Gelegenheit für etwas mehr als einen Spaziergang den ersten richtigen Frühlingstag zu genießen. Die Bornhorster Wiesen sind eigentlich mein Laufrevier, aber auf blanken Sohlen wandernd hat man einfach viel mehr Muse die faszinierende Schönheit dieser Marschlandschaft zu genießen. Auch wenn der teilweise sehr rauhe Asphalt für meine noch nicht so an das Barfußlaufen gewöhnten Füße schon sehr fordernd war. Nichtsdestotrotz war es einfach nur wunderschön.

Hier die Bilder:

Das erste Mal

Ich weiß selber nicht, was mich da reitet. Aber seit einigen Monaten bin ich froh, wann immer ich die Schuhe und, wenn möglich, auch die Socken von den Füßen bekomme um nur noch barfuß, vornehmlich wegen des Winters in der Wohnung, unterwegs zu sein.   Dazu werde ich aber in meinem „Über“ in Kürze noch eingehen.

Heute wollte ich es wissen und habe das erste Mal in meinem Leben eine kurze Barfußwanderung unternommen. Zum Feierabend und Start ins Wochenende schien die Sonne und mit ca. 10 ° war es so „warm“ wie noch nie in diesem Jahr bei uns. Leider verabschiedete sich die Sonne pünktlich zum Beginn meiner Wanderung und die Temperatur sank leicht.

Davon ließ ich mich aber nicht abschrecken. Auto geparkt, Barfußschuhe und Socken aus und sicherheitshalber im Rucksack verstaut und los. Nach nur 150 m hatte ich einen sandigen Trampelpfad unter den Füßen und wenig später dann flauschige Waldwege. Anfangs waren die Füße doch kälter als ich dachte. Nun, die Nacht war mit knapp an der Frostgrenze auch noch recht kalt und der Boden hatte in den letzten Wochen noch keine Chance sich zu erwärmen. Damit sollte man rechnen, wenn man ausgerechnet zum Spätwinter in sein Barfußleben startet. Nach einer halben Stunde waren die Füße dann aber doch warm. Bald erreichte ich die Hunte und das Laufen auf nackten Füßen machte wirklich Spaß. Auch dann noch als an der Hunte der Pfad mit Bucheckern übersät war. Da diese über den Monate schon etwas verrottet waren, ließen sie sich aber ganz gut ertragen.

Ertragen ließ sich sogar der Schotter des Bahngleises, das ich überquerte. Unangenehm wurde dann aber ein geschotterter Weg, den ich zum Glück nach 200 bis 300 m wieder verlassen konnte.

Ab da ging es nur noch auf Waldwegen zurück zum Auto. Bescheidene 6 km war diese Premiere lang. Für das erste Mal und angesichts des doch noch frischen Wetters  war es völlig ausreichend. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und die Füße haben es auch problemlos weggesteckt. Sie kribbeln heute abend immer noch angenehm 🙂

Ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, dann darf aber gerne die Sonne scheinen 🙂