Hand und Fuß

„Du kannst mich mal an die Füße fassen“ oder wie es so schön im Plattdeutschen heißt „Klei mi an de Fööt“ bedeutet ja sinngemäß soviel wie „Leck mich am Allerwertesten“ Woher diese Redensart stammt und warum sie diese Bedeutung erlangt hat, konnte ich leider nicht ergründen. Vielleicht weil die Leute mit an die Füße fassen genauso etwas Angenehmes verbinden wie jemanden am Popo zu lecken? 😯 Das mag sein.

Früher -wie das klingt nach gerade mal zwei, zweieinhalb Jahren halbwegs barfüßigen Leben- mochte ich mir selber auch nicht an die Füße fassen. Füße waren etwas, was man im feucht-muffigen Keller versteckt, unter der Dusche scheu und schnell mitgewaschen hatte, um danach sofort wieder Socken und Hausschuhe drüberzuziehen.

Heute aber fasse ich mir gerne an die Füße und nicht nur weil sie durch das Auskosten ihrer Freiheit viel mehr Zuspruch und Pflege benötigen. Wer mich zuverlässig durch die Natur und durch Städte trägt und wer auch viele Kilometer laufend auf Aspahlt erträgt, braucht viel Zuwendung und hat sie auch verdient.

Aber nicht nur beim Eincremen und sonstiger Pflege sondern auch einfach mal so zwischendurch nehme ich inzwischen meine Füße gerne mal in die Hand. Weil es sich toll anfühlt, es Spaß macht über die Fußsohle zu streichen und mit den Zehen zu spielen. Außerdem ist mir dabei aufgefallen, dass Hand und Fuß zusammenpassen wie Yin und Yang 🙂

Deshalb: Einfach mal zwischendurch Hände und Füße zusammenbringen! Weil es gut tut 🙂