Abendspaziergang

Barfuß im Regen konnte man in diesem Jahr bislang mangels Naß von oben kaum genießen. Heute hingegen regnete es fast den ganzen Tag ohne Unterlaß. Zum Abend hin hatte ich es mir schon vor dem Fernseher gemütlich gemacht, während der Regen weiter auf die Dachfenster trommelte. Und genau dieses Klopfen der Regentropfen auf die Scheiben lockte mich noch einmal hoch vom Sofa, rein in die Regenjacke und auf zu einem schönen Abendspaziergang.

Nichts besonderes, einfach nur einen Rundgang durch die Siedlung und dabei noch ein wenig vorweihnachtliche Stimmung durch den Lichterglanz an Häusern und in Gärten einfangen. Bei 8°C wurden die Füße zwar doch recht zeitig frisch, aber allzu lange war ich ja auch nicht unterwegs. Witzigerweise waren die Pfützen, die ich mit kindlicher Freude durchlief, wieder am wärmsten, dass fällt mir in der „kalten“ Jahreszeit immer wieder auf 🙂

Nach einer knappen Dreiviertelstunde war ich auch schon wieder zurück im trauten Heim und nach dem Füßewaschen sind diese nun wieder herrlich wohl warm. Es hat sich gelohnt, dass ich mich noch einmal aufgemacht hat. Auch so ein kleiner Abendspaziergang kann ein purer Genuß sein. Es muß nicht immer das Außergewöhnliche und Großartige sein 🙂

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Tut gut!

17.11.18 07

Berlin tut mir immer gut. Aber es tut mir ebenso gut erneut mit Freunden barfuß unterwegs und somit für ein paar Stunden nicht alleine der Exot gewesen zu sein 😀 Und dann noch dieses Wetterchen…. sonnig, trocken und kalt, mehr kann man sich nicht wünschen.

17.11.18 01

In Gesellschaft schmeckt auch die Torte besser, erst recht unter güldenem Gewölbe mit Blick auf den Berliner Dom 🙂

So gestärkt verträgt man auch besser die schwere geschichtliche Kost der deutschen Teilung, speziell wenn sie einem von Frank, als Original-Berliner, noch durch persönliche Erfahrungen näher erläutert wird.

Ein Abend in der Henne rundete diesen schönen Tag perfekt ab …

… und nach einigen Stunden in gemütlicher Atmosphäre und u. a. dem Genuß von einigen leckeren Produkten der Preussischen Spirituosen Manufaktur ging es durch eine frostige Nacht wieder nachhause und tags darauf auch schon wieder zurück nach Oldenburg.

 

Ein Montag wie er im Buche steht

Über meinen heutigen Montag hätte man auch eine Slapstick-Komödie drehen können:

Ich hatte die Nacht grottenschlecht geschlafen und dann wollte heute morgen als erstes das Auto nicht angespringen. Also bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit geradelt und da ich das nicht langsam kann, kam ich dort völlig durchgeschwitzt an, weil ich viel zu warm angezogen war. Ein halbe Stunde später dran als gewöhnlich traf ich dann auch noch gleichzeitig mit der Kollegin ein, der ich absolut nicht aufs Fell gucken kann. Nachdem ich mich im Büro ausgeschwitzt hatte, wurde mir kalt, da über das Wochenende in meiner Etage die Heizung ausgefallen war. Im Büro kochte ich mir einen Tee von einer neuen Sorte, die wie Knüppel auf den Kopf schmeckte.

Meinen Ausdienst erledigte ich dann auch mit dem Fahrrad, dabei wurde mir dreimal die Vorfahrt genommen, einmal von einer Fahrradfahrerin und zweimal von Autofahrern. Ein weiterer Autofahrer versuchte mich dann an einer Verkehrsberuhigungsschikane abzudrängen. Ärger hatte ich dann auch mit dem Macker vom Pannendienst, der unhöflich war und mich stundenlang warten ließ. Als das Auto dann zum Abend wieder lief, wurde ich, als ich es wagte auf der Autobahn auch einmal die Überholspur zu benutzen, von einem Protzproleten mit dickem Schlitten mit Lichthupe bedrängt.

Da fielen dann so Kleinigkeiten wie eine beim Radfahren immer wieder rutschende Umhängetasche und ein umstürzender Handtuchständer im Bad schon gar nicht mehr ins Gewicht.

ABER: Ein Tag kann noch so Sch…e sein, es hat auch alles seine positiven Seiten. So durfte ich feststellen, dass es sich auch bei 11° noch vorzüglich in Flipflops radeln läßt und man mit dem Fahrrad schöne Wege, wie den durch das Eversten Holz, nehmen kann, die einem mit dem Auto verwehrt bleiben.

Nur die Leute halten einen mit Flipflops auf dem Rad im November wohl für noch bekloppter als wenn man barfuß läuft. Egal, man ist ja auch viel schneller wieder weg und an so einem Montag ist einem eh alles egal 😀

 

 

Strandvergnügen im Oktober

Im Oktober Sonnenbaden am Nordseestrand? Das hatte ich bislang auch noch nie! Aber sonnige 24° lockten am Sonntag einfach ans Wasser. Allerdings hat es uns in diesem Jahr, obwohl nur eine knappe Dreiviertelstunde entfernt, das erste Mal nach Hooksiel verschlagen. Zu diesem besonderen Anlaß ließ sich auch die Nordsee nicht lumpen und grüßte mit hochwasserbedingter Anwesenheit 🙂

Für die baren Füße ist es immer ein besonderes Vergnügen durch das Watt zu laufen, wenn es so schön zwischen den Zehen durchquillt und man stellenweise bis zu den Knien darin versinkt 😀

Während wir den Nachmittag genossen wurden wir von zwei charmanten FKK-Nixen angesprochen, ob wir uns an einer Unterschriftenaktion zum Erhalt des FKK-Strandes beteiligen würden. Den hatte die Gemeinde Wangerland in diesem Sommer aufgrund mangelnder Einnahmen spontan zum Naturstrand erklärt und seit dem tummelt sich da alles, vorallem aber Hundebesitzer und mit der entspannten Ruhe dort ist es vorbei 😦

Klar machten wir da mit. Die beiden hübschen Mädels informierten uns weiterhin darüber, dass wenig später eine kleine Demo in Anwesenheit der Presse geplant ist, wir bräuchten nur darauf achten wenn sich die ganzen Leute versammeln und könnten uns dazugesellen.

So haben wir es denn auch gehalten und selbst meine Digi-Cam sorgte dabei von sich aus durch Unschärfe für Diskretion 😆

14.10.18 07

Schärfer war dann das Bild in der Nordwest-Zeitung 🙂 Nachzulesen hier:

https://www.nwzonline.de/friesland/wirtschaft/hooksiel-wiedereinrichtung-des-fkk-strands-nackt-bader-setzen-in-hooksiel-gemeinsam-ein-zeichen_a_50,2,3411395915.html

Und sogar ein kleines Video ist dabei entstanden. Wer mich darauf erkennt, bekommt beim nächsten Zusammentreffen einen Keks 😛

Tja, dass war mal ein Statement nicht nur mit nackten Füßen 😀 Achja, und drin war ich auch einmal im Wasser, aber nur ganz, ganz kurz, war doch schon etwas frisch 🙂

 

 

 

Drei Wochen Urlaub (fast) unbeschuht

Zugegeben, gerne hätte ich hier mit dem Superlativ aufgetrumpf, dass ich in meinem gerade vergangenen dreiwöchigen Urlaub komplett barfuß gewesen bin. Ganz hat es nicht geklappt, aber von den ca. 570 freien Stunden hatte vielleicht gerade mal grob geschätzte 15 oder 20 Stunden Schuhe an den Füßen. Eine ganz brauchbare Quote finde ich 😎

So erlebte ich einen Tagesausflug nach Groningen barfuß. Allerdings war das Wetter an dem Tag nicht ganz optimal. Dafür bin ich dort sogar mal einem anderen Barfüßer begegnet, der allerdings etwas mürrisch aus der Wäsche schaute 🙂

Zwei Tage später starteten mein Göttergatte und ich nach Trier zu einem Besuch bei Freunden und verbrachten schöne Tage in der Stadt, …

… an der Mosel …

… und an der Saar.

Nach Rückreise aus Trier über Amsterdam nach Oldenburg ging es dann nach einem Tag Verschnaufpause für mich alleine weiter nach Berlin. Der Marathon stand auf dem Programm. Den bin ich zwar nicht barfuß gelaufen, aber fast 😀 Andere waren da schon weiter als ich 🙂

Ansonsten ist Berlin für mich ja quasi schon der Barfuß-Normalfall 😀 Auch wenn man selbst in dieser großen Stadt kaum andere Barfüßer sieht. Dafür fällt man selber auf und es ergeben sich immer mal wieder Gespräche und Anmerkungen zum Thema 🙂

Herrliche drei Wochen waren das, bei fast durchgängig schönem Hochsommerwetter. Vielfältig und abwechselungsreich. Das ganze barfuß zu erleben war das Sahnehäubchen auf der Torte. Es tut so gut und macht soviel Spaß!

Lange ruhig

… war es in den letzten Wochen auf diesem Blog. Lähmende Sommerhitze und der Versuch trotz dieser so etwas wie ein Marathontraining zu bestreiten ließen mich barfuß nichts besonderes unternehmen und erleben.

Zeit also mal wieder etwas zu virtuellem Papier zu bringen. Da kommt mir mein erster Fehltritt in Sachen barfuß gerade recht. In den nun mehr 18 Monaten, die ich schon so gut es geht unbeschuht durchs Leben wandele, bin ich noch nicht einmal in Scherben oder sonst was Spitzes getreten und konnte auch jedem Hundehaufen ausweichen.

Diese Langeweile gehört beendet und deshalb bin ich heute mit Karacho vor einen Kantstein gelaufen, der, ca. fünf oder sechs Zentimeter aus dem Boden guckend, als eine Beeteinfassung dient. Das Ganze ausgerechnet vor einem Gebäude, in dem ich die Startunterlagen für einen Lauf abholen wollte, zu dem ich zu allem Überfluß eigentlich so recht keine große Lust habe.

So stand ich da nun in dem Raum, in dem die Unterlagen ausgegeben wurden, und mir wurde vor Schmerzen kurzzeitig schwarz vor Augen, während ich gleichzeitig den Fußboden mit Blut volltropfte. Natürlich ließ ich mir aber nichts anmerken, weil wer will schon Bemerkungen in die Richtung „Selbst schuld, was läufst du auch barfuß“ oder ähnlichem ernten.

Zurück im Auto machte ich dann eine Schadensbegutachtung. Die Knochen sind wohl heile geblieben und bis auf einen aufgeschlagenen Zeh und einer leichten Schwellung ist äußerlich erst einmal nichts zu sehen. Offensichtlich Glück gehabt!

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Außerdem ist es ja so schön, wenn der Schmerz nachläßt und zum Trost kann ich sagen, dass mir Flip-Flops oder Sandalen in dem Fall wohl auch nicht großartig geholfen hätten.

So, das Thema hätte ich also auch abgehakt. Muß ich nicht wieder haben und für den nächsten Blogbeitrag finde ich hoffentlich wieder ein angenehmeres Thema 🙂

 

 

Reizüberflutung

Die Gärten der Welt finden sich in Berlin, genauer gesagt im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Diese beiden Stadtteile sind schon ziemlich jwd, sprich janz weit draußen. Aber da es eben Berliner Stadtteile sind, sind sie trotzdem ganz bequem mit der U-Bahn zu erreichen, die auf den letzten Kilometern aber gar nicht mehr unterirdisch fährt. Die überirdische U-Bahn ist aber nicht das einzige kuriose Verkehrsmittel, dass wir -wir sind in diesem Fall Frank und ich – benutzten.

Um die bequeme Anreise zu den Gärten der Welt zu vollenden, schwebt man dann nämlich noch ganz locker mit der Seilbahn ein. Richtig gelesen, mit der Seilbahn! Und wenn schon Seilbahn, dann auch mit einer Mittelstation, dem Kienberg. Dort kann man auch noch einen Aussichtsturm erklimmen…

 … der ein fantastische Aussicht auf Berlin und Berlins höchste natürliche Berge, die Müggelberge mit Höhen von bis zu 115 m über NN, bietet. Der Alex schon 12 km entfernt.

Vom Kienberg geht es dann allerdings wieder herunter und dann hinein in die

14.07.18 07

Es gibt auch nahezu jede Region der Welt zu entdecken. Europa, der Orient, Nord- und Südamerika, Asien, die Tropen, Australien, alles vertreten.

In der Folge ein buntes Bilderpotpourri, das aber nur einen verschwindend kleinen Teil der Vielfalt der Gärten der Welt wiedergeben kann, wobei noch nicht einmal ein californischer Parkplatz ausgelassen wird 🙂

Allerdings waren nahezu sämtliche Wege in den Gärten der Welt für die baren Füße sehr anstrengend. Feiner Split, grober Split und die Hauptwege aus einem merkwürdigen Kieselasphalt, den Frank mit den „Fußfolter“ beschrieb, aber mit ihnen trotzdem besser zu recht kam als ich 🙂

Fünf Stunden sind wir durch die Welten gewandert, dann waren wir durch. Optisch reizüberflutet in Bezug auf die Vielleicht und der Üppigkeit dessen was uns hier alles geboten wurde und ebenso reizüberflutet an den Fußsohlen bezüglich der doch sehr fordernden Untergründe. Da durften kulinarische Reizungen natürlich nicht fehlen, sauleckere selbstgemachte Frikadellen, bzw. Buletten wie man hier sagt, von Frank mit Brezeln und das was bei mir nie fehlen darf:

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Genial wars, dazu perfektes Sommerwetter. Auch wenn nach insgesamt knapp acht Stunden auf baren Füßen die Fußsohlen immer noch etwas kribbeln 🙂