Der Mann in Barfuß

… hat den Tisch schon angenommen. Das bekam heute morgen unser Controller zu hören als er im Treppenhaus den beiden Herren vom Büromöbellieferanten begegnete.

Als ich um kurz nach Halbsieben auf den Parkplatz kurvte, warteten die Beiden schon und waren hocherfreut, dass schon jemand so früh zum Dienst kam. Ich fange ja gerne so früh an, dass hat neben vielen anderen auch den Vorteil, dass noch kaum Dienstbetrieb und kein Publikumsverkehr herrscht und ich so mein Büro im vierten Stock ganz entspannt barfuß entern kann.

Das bleibe ich in der Regel die meiste Zeit auch, die Kollegen haben sich inzwischen daran gewöhnt. Für Chef und Kundschaft steht die notwendige Fußbekleidung aber immer einsatzbereit unterm Schreibtisch.

Und für die beiden Herren von der Möbelfirma konnte es gegenüber meinem Kollegen aber doch gar keine leichterte Beschreibung für den Typen geben, der ihnen den Lieferschein unterschrieben hat, als „der Mann in Barfuß“ 😎

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Wanderung um die Thülsfelder Talsperre

Die Thüsfelder Talsperre ist ein Stück meiner alten Heimat, das ich immer wieder gerne besuche. Allerdings war ich hier in den letzten Jahren nur noch laufend unterwegs. Mein aktueller Hang meine Schuhe beiseite zu lassen, ließ sie aber mal wieder für eine Wanderung in meinen Fokus rücken.

Ich hatte allerdings schon geglaubt, dass in diesem Jahr nicht mehr hinzukriegen. Aber am heutigen Sonntag hatte ich tatsächlich Zeit und das Wetter hat auch noch mitgespielt.

Die Natur rund um die Talsperre ist sehr vielfältig. Es gibt Wald, Moor- und Heidelandschaften. Der See selber hat für den vielen Regen, den es diesen Sommer und Herbst gegeben hat, erstaunlich wenig Wasser.

Auf mich übt die Heidelandschaft immer den größten Reiz aus, ist sie doch für unsere Region nahezu einzigartig. Heide, Kiefern, sandige Böden, dazwischen immer wieder Seitenarme der Talsperre, einfach nur traumhaft schön. Noch gibt es herbstliches Gold an den Bäumen zu sehen und der Boden ist noch angenehm warm.

Zeit hatte ich mir gelassen, zum Schauen und (wie man wohl unschwer erkennen kann) zum Fotografieren. So war ich knapp drei Stunden für die gerade mal 10,5 km unterwegs.  Wenns doch aber so schön war und überhaupt nicht kalt, nicht mal das Wasser 🙂

Blick an Weser und Hunte

Der gestrige Sonntag war ein wunderbarer, sonniger Herbsttag und nach anderen Verpflichtungen fanden meine bessere Hälfte und ich zum Glück zum späten Nachmittag noch die Zeit das schöne Wetter auszukosten. Zu erst mit einem Blick über die Weser bei Berne.

Die Weser führte ungewöhnlich viel Wasser und bot schöne Ausblicke bei klarer Luft und mit tiefblauem Wasser.

Bei dem hohen Wasserstand mußten wir natürlich auch noch an meinen Heimatfluß, die Hunte, schauen und sind an meine Lieblingslaufstrecke in den Bornhorster Wiesen vor den Toren Oldenburgs gefahren.

Hier warfen nicht nur schmalen Wolken sehr lange Schatten, sondern die Hunte nahm auch ganz langsam und seicht mit spiegelglatter Oberfläche Besitz von dem Weg, den ich sonst meistens laufend (auch das zunehmend barfuß) absolviere.

Ich spazierte den Weg entlang, wohlwissend, dass er auf dem Rückweg teilweise komplett überflutet sein würde. Jens blieb aus dem Grund auch zurück, aber ich hatte ja meine wasserdichten Füße dabei, wenn ich da einmal den Barfußdichter zitieren darf 🙂

Langsam setzte die Dämmerung ein und die Lichtstimmung war einfach phänomenal. Aber es wurde frisch und bevor das Licht ganz verschwand beendeten wir unseren kurzen Ausflug, froh ihn noch gemacht zu haben.

Die schöne und goldene Seite des Herbstes, so dürfte es gerne noch ein paar Wochen bleiben.

Urlaub, da wo man viele Barfüße sieht

Nun geht er schon wieder vorbei, mein Urlaub auf der Insel Sylt. Zwei Wochen, in denen ich so gut wie gar keine Schuhe an den Füßen hatte. Wie viele Andere übrigens auch. Nur beschränkt sich das bei denen auf das Barfußlaufen am Strand, die Schuhe in der Hand.

Ich will da gar nicht lästern, bis letztes Jahr habe ich es genauso gemacht. Bis es mir zu blöde wurde und ich schon von der Ferienwohnung barfuß losgegangen bin. Das war quasi der Anfang meiner zunehmenden Barfußmanie 😀

Jetzt war ich nach Aussage meiner besseren Hälfte schon bei der Hinfahrt der Hingucker, weil ich auch auf der Elbfähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel keine Schuhe getragen habe.

Auf Sylt hat mein barfüßiges Herumlaufen niemanden interessiert. Weder in der Westerländer Fußgängerzone noch in irgendwelchen Geschäften. Nur ab und zu gingen Blicke zu meinen baren Füßen, aber das finde ich inzwischen eher witzig 🙂 Lediglich in Restaurants habe ich der Etikette halber Schuhwerk angezogen.

Aber was mich nach Sylt zieht sind sowieso nicht die Menschen und das Shopping, sondern die Natur. Die ist für mich immer wieder ein Traum. Strand, Dünen, das unendlich weite Meer. Was will ich mehr am Meer?

Ok, das Wetter hätte gerne etwas besser sein dürfen, aber auch das ist eben Sylt. Und das ich sogar einen ausgewachsenen Sturm mit Orkanböen erleben durften, hatte ich auch noch nie.

Dem Sturm habe ich einen ausführlichen Post auf meinem Lauf-Blog gewidmet, wer Interesse daran hat, kann hier gerne mehr dazu lesen 😀

Heute abend gehts dann wieder zurück, dass ist allerdings kein Grund die Schuhe wieder anzuziehen 😀

 

 

 

Großhandel

Am Wochenende stand der Besuch eines Großhandels in der Nähe von Amsterdam auf dem Plan. Und das Wort Großhandel ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen. Dort werden auf über 20.000 m² Waren angeboten. Selbst als Kenner dieses Marktes braucht es schon um die fünf Stunden um da durchzukommen.

Fünf Stunden auf nackten Füßen auf nackten, bzw. gestrichenen Beton ohne flotten Schrittes gehen zu können, da sind die Füße zum Ende hin dann doch schon arg müde.

Spaß hat es trotzdem gemacht, die Male davor hatte ich immer noch Schuhe an, da waren die Füße genauso platt und haben zusätzlich noch gekocht.

Überhaupt werden Schuhe immer schwerer für mich zu ertragen. Ich bin gespannt wie ich in meine erste Herbst-/Wintersession mit minimalen Schuheinsatz komme 🙂

Wanderung an den Ahlhorner Fischteichen

Endlich hat sich für mich mal die Gelegenheit für eine ausführliche Barfußwanderung ergeben. Unterwegs war ich an den Ahlhorner Fischteichen und im angrenzenden Wald. Das Wetter war mit seinen 27° bei extremer Schwüle grenzwertig, aber ich wollte diesen Sonntag einfach nicht ungenutzt verstreichen lassen. So nahm ich das Schwitzen und die bei dieser Wetterlage sehr lästigen Insekten in Kauf. Bereut habe ich es nicht. Es war ein schöne Tour.

Neben den optischen und akustischen auch die sensorischen Eindrücke zu spüren war weitestgehend ein Genuß. Herrlich die Sand- und Waldwege unter den Füßen zu spüren, den Wechsel zwischen trockenen, sonnigen und schattigen, feuchten, teils leicht matschigen Böden. Das man Matsch und Pfützen im Gegensatz zu beschuhten Wanderungen nicht mühsam umkurven muß, ist dabei ein weiterer Vorteil 😀 Das Wort „weitestgehend“ taucht deshalb auf, weil in dem Gebiet leider viele Waldwege geschottert sind.

Schotter und Barfuß ist doof. Allerdings habe ich während meiner Tour den Schotter noch in verschiedene Kategorien eingeteilt. Der grobe Schotter war der böse Schotter, einfach nur ätzend, der feinere Schotter war nur doofer Schotter und der schon einigermaßen eingetretene und halbwegs versunkene Schotter war der gute Schotter. Gekrönt wurden die Schotterabschnitte nur von gut getarnten, kleinen Tannenzapfen, ganz böse, sach ich nur. So war die Wanderung nicht nur ein Vergnügen, aber die angenehmen Abschnitte haben überwogen und außerdem gewöhnten sich die Füße erstaunlich schnell an all das, was ihnen da unter die Sohlen kam. In ein paar Monaten oder in einem Jahr werde ich sicher auch noch unempfindler sein. Schließlich begannen ja erst im Februar meine ersten zaghaften Barfuß-Anwandlungen 🙂

 

Immerhin war ich zeit meines Lebens noch nie so weit auf nackten Sohlen unterwegs. Es geht voran und ich hoffe, dass ich die nächste Wanderungen in etwas kürzerer Folge hinbekomme 🙂

Missliche Lage

Vorgestern gönnte ich mir einen mittäglichen Barfuß-Spaziergang an der Hunte. Dieser Umstand kam einem Schaf sehr gelegen, das sich selber in eine ziemlich missliche Lage gebracht hat:

09.05. 01

Keine Ahnung warum Schaf meinte einen Ausflug auf das Siel unternehmen zu müssen. Fakt war nur, es steckte mit dem Kopf im Geländer fest. Wenn es versuchte den Kopf herauszuziehen, trat es hinten über und drohte in die Hunte zu stürzen. Wenn es versuchte sich hinzulegen, hing der Hintern hinten über und es stand sofort wieder auf, blieb einen Moment ruhig stehen und dann ging das Spiel von vorne los, hinten übertreten, hinlegen, aufstehen, stehenbleiben.

Ich rief den Deichschäfer an und während ich auch ihn wartete, gelang es mir das Schaf seitlich zu drehen und dann erst ein Ohr und schließlich den ganzen Kopf durch die die Gitterstäbe zu frimeln, was es -ganz Schaf- stoisch über sich erheben ließ. Allerdings hatte ich das Schaf falsch herum gedreht und es zeigte nun mit dem Allerwertesten Richtung rettender Wiese und ließ sich auch nicht dazu bewegen rückwärts zu gehen. Dies gelang schließlich dem Deichschäfer. Zum Dank rannte das Schaf dann durch zwei Zäune und mitten durch eine Kuhherde und selbst der Hüttehund hatte keine Chance es zurückzutreiben. So wurde es erstmal in Ruhe gelassen und wird wahrscheinlich irgendwann von ganz alleine zur Herde zurückgekehrt sein.

Der Deichschäfer konnte meine Barfüßigkeit nicht so richtig verstehen und fragte mich wo meine Schuhe wären. Ich glaube er konnte nicht wirklich glauben, dass ich keine dabei hatte 😎

Ansonsten: Der mächtig raue, verwitterte, alte Asphalt des Fahrweges an der Hunte setzt den Fußsohlen mit der Zeit ganz schön zu und Laufen durchs Gras war wegen der vielen Schafköttel nur bedingt eine Alternative 😀