Drei Wochen Urlaub (fast) unbeschuht

Zugegeben, gerne hätte ich hier mit dem Superlativ aufgetrumpf, dass ich in meinem gerade vergangenen dreiwöchigen Urlaub komplett barfuß gewesen bin. Ganz hat es nicht geklappt, aber von den ca. 570 freien Stunden hatte vielleicht gerade mal grob geschätzte 15 oder 20 Stunden Schuhe an den Füßen. Eine ganz brauchbare Quote finde ich 😎

So erlebte ich einen Tagesausflug nach Groningen barfuß. Allerdings war das Wetter an dem Tag nicht ganz optimal. Dafür bin ich dort sogar mal einem anderen Barfüßer begegnet, der allerdings etwas mürrisch aus der Wäsche schaute 🙂

Zwei Tage später starteten mein Göttergatte und ich nach Trier zu einem Besuch bei Freunden und verbrachten schöne Tage in der Stadt, …

… an der Mosel …

… und an der Saar.

Nach Rückreise aus Trier über Amsterdam nach Oldenburg ging es dann nach einem Tag Verschnaufpause für mich alleine weiter nach Berlin. Der Marathon stand auf dem Programm. Den bin ich zwar nicht barfuß gelaufen, aber fast 😀 Andere waren da schon weiter als ich 🙂

Ansonsten ist Berlin für mich ja quasi schon der Barfuß-Normalfall 😀 Auch wenn man selbst in dieser großen Stadt kaum andere Barfüßer sieht. Dafür fällt man selber auf und es ergeben sich immer mal wieder Gespräche und Anmerkungen zum Thema 🙂

Herrliche drei Wochen waren das, bei fast durchgängig schönem Hochsommerwetter. Vielfältig und abwechselungsreich. Das ganze barfuß zu erleben war das Sahnehäubchen auf der Torte. Es tut so gut und macht soviel Spaß!

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Lange ruhig

… war es in den letzten Wochen auf diesem Blog. Lähmende Sommerhitze und der Versuch trotz dieser so etwas wie ein Marathontraining zu bestreiten ließen mich barfuß nichts besonderes unternehmen und erleben.

Zeit also mal wieder etwas zu virtuellem Papier zu bringen. Da kommt mir mein erster Fehltritt in Sachen barfuß gerade recht. In den nun mehr 18 Monaten, die ich schon so gut es geht unbeschuht durchs Leben wandele, bin ich noch nicht einmal in Scherben oder sonst was Spitzes getreten und konnte auch jedem Hundehaufen ausweichen.

Diese Langeweile gehört beendet und deshalb bin ich heute mit Karacho vor einen Kantstein gelaufen, der, ca. fünf oder sechs Zentimeter aus dem Boden guckend, als eine Beeteinfassung dient. Das Ganze ausgerechnet vor einem Gebäude, in dem ich die Startunterlagen für einen Lauf abholen wollte, zu dem ich zu allem Überfluß eigentlich so recht keine große Lust habe.

So stand ich da nun in dem Raum, in dem die Unterlagen ausgegeben wurden, und mir wurde vor Schmerzen kurzzeitig schwarz vor Augen, während ich gleichzeitig den Fußboden mit Blut volltropfte. Natürlich ließ ich mir aber nichts anmerken, weil wer will schon Bemerkungen in die Richtung „Selbst schuld, was läufst du auch barfuß“ oder ähnlichem ernten.

Zurück im Auto machte ich dann eine Schadensbegutachtung. Die Knochen sind wohl heile geblieben und bis auf einen aufgeschlagenen Zeh und einer leichten Schwellung ist äußerlich erst einmal nichts zu sehen. Offensichtlich Glück gehabt!

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Außerdem ist es ja so schön, wenn der Schmerz nachläßt und zum Trost kann ich sagen, dass mir Flip-Flops oder Sandalen in dem Fall wohl auch nicht großartig geholfen hätten.

So, das Thema hätte ich also auch abgehakt. Muß ich nicht wieder haben und für den nächsten Blogbeitrag finde ich hoffentlich wieder ein angenehmeres Thema 🙂

 

 

Reizüberflutung

Die Gärten der Welt finden sich in Berlin, genauer gesagt im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Diese beiden Stadtteile sind schon ziemlich jwd, sprich janz weit draußen. Aber da es eben Berliner Stadtteile sind, sind sie trotzdem ganz bequem mit der U-Bahn zu erreichen, die auf den letzten Kilometern aber gar nicht mehr unterirdisch fährt. Die überirdische U-Bahn ist aber nicht das einzige kuriose Verkehrsmittel, dass wir -wir sind in diesem Fall Frank und ich – benutzten.

Um die bequeme Anreise zu den Gärten der Welt zu vollenden, schwebt man dann nämlich noch ganz locker mit der Seilbahn ein. Richtig gelesen, mit der Seilbahn! Und wenn schon Seilbahn, dann auch mit einer Mittelstation, dem Kienberg. Dort kann man auch noch einen Aussichtsturm erklimmen…

 … der ein fantastische Aussicht auf Berlin und Berlins höchste natürliche Berge, die Müggelberge mit Höhen von bis zu 115 m über NN, bietet. Der Alex schon 12 km entfernt.

Vom Kienberg geht es dann allerdings wieder herunter und dann hinein in die

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Es gibt auch nahezu jede Region der Welt zu entdecken. Europa, der Orient, Nord- und Südamerika, Asien, die Tropen, Australien, alles vertreten.

In der Folge ein buntes Bilderpotpourri, das aber nur einen verschwindend kleinen Teil der Vielfalt der Gärten der Welt wiedergeben kann, wobei noch nicht einmal ein californischer Parkplatz ausgelassen wird 🙂

Allerdings waren nahezu sämtliche Wege in den Gärten der Welt für die baren Füße sehr anstrengend. Feiner Split, grober Split und die Hauptwege aus einem merkwürdigen Kieselasphalt, den Frank mit den „Fußfolter“ beschrieb, aber mit ihnen trotzdem besser zu recht kam als ich 🙂

Fünf Stunden sind wir durch die Welten gewandert, dann waren wir durch. Optisch reizüberflutet in Bezug auf die Vielleicht und der Üppigkeit dessen was uns hier alles geboten wurde und ebenso reizüberflutet an den Fußsohlen bezüglich der doch sehr fordernden Untergründe. Da durften kulinarische Reizungen natürlich nicht fehlen, sauleckere selbstgemachte Frikadellen, bzw. Buletten wie man hier sagt, von Frank mit Brezeln und das was bei mir nie fehlen darf:

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Genial wars, dazu perfektes Sommerwetter. Auch wenn nach insgesamt knapp acht Stunden auf baren Füßen die Fußsohlen immer noch etwas kribbeln 🙂

 

Das passiert mir auch nicht oft

… dreht sich da doch heute ein junges Mädchen nach mir um, während ich im Eingangsbereich des Supermarktes am Bäckertresen stehe. Meine Irritation klärte sich rasch auf, sie hatte meine baren Füße gesehen. Ihr Interesse daran begründete sich darin, dass sie auch barfuß war. Während ich noch darüber schmunzelte war sie auch schon, mit samt ihrer beschuhten Freundin, enteilt.

Tja, Jungs, zieht die Schuhe, dann gucken die Mädels, zumindestens die barfüssigen 😀 Ich trete sie Euch gerne ab 😆

Barfuß auf dem Fest der Toleranz

Gestern fand der CSD Nordwest in Oldenburg statt. Dazu habe ich hier etwas ausführlicher gepostet. Was mir in diesem Jahr über das Wichtige des CSD hinaus aufgefallen ist, dass offensichtlich einige die Demonstration für Toleronz und Akzeptanz und die Veranstaltungen drumherum auch für ein Barfuß-Statement genutzt haben.

Auf jeden Fall habe ich in den Jahren zuvor und generell noch nie so viele Menschen barfuß gesehen. Da hielt es mich auch nicht mehr lange in den Schuhen, die ich anfangs noch aus Angst vor allzu vielen Scherben an den Füßen hatte. Zum Glück blieb diese Sorge auch weitestgehend unbegründet.

Irgendwie ist es schon schön, zu sehen, dass man offensichtlich doch nicht ganz alleine in der Stadt ist. So setzt der CSD ganz nebenbei noch andere Zeichen ❗ 🙂

Aber auch der schönste Tag auf nackten Sohlen geht irgendwann zu Ende und so ging es dann irgendwann auch wieder nach Hause 🙂

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Ich wünschte, dass ich öfters mal ein paar mehr Mitmenschen ohne Schuhe sehen würde 😎

Ekelig!?

Neulich auf einer Gartenparty bei einer lieben Freundin:

Wenn nicht auf einer zwanglosen Gartenparty wo denn dann kann man ganz unbedarft barfuß auftauchen? Zumal der Gästekreis überschaubar und allesamt bekannt war. Trotzdem fällt barfuß natürlich auf und war auch ein Thema. Alle fandens auch cool und „gesund soll es ja auch sein“ 😛

Garten

 

Bis auf eine Bekannte und entfernte Kollegin von mir. Die findet barfuß einfach ekelig. Zum einem mag sie selber, bis auf höchstens mal in der Wohnung, nicht barfuß sein, zum anderen findet sich den Anblick von barfüssigen Menschen (z. B. in der Fußgängerzone) einfach eklig.

Nun habe ich mir bis zu der Zeit, ab der ich selber am liebsten barfuß bin, nie Gedanken für bare Füße gemacht. Man sah und sieht ja auch fast nie barfüßige Menschen. Aber wenn habe ich es eher mit Erstaunen, Verwunderung oder im höchsten Fall mit etwas Befremdung wahrgenommen. Aber Ekel? Sicher gibt es Menschen, die nackte Füße zur Schau stellen, die das lieber nicht täten. Aber das gilt für andere Körperregionen. Krampfaderige Beine in kurzen Hosen oder Cellulite im Minirock sind auch kein schöner Anblick. Aber im Normalfall sind Füße doch nichts anderes als ein Körperteil wie Arme, Beine und Hände. Was bitte schön ist an Füßen ekelig? Grenzt das schon an eine gestörte Körperwahrnehmung oder liegt es an der weit verbreiteten Vorstellung von stinkenden Schweißfüßen, die ja aber nur dadurch entstehen, dass sie in Schuhen vor sich hin dunsten, oder der allgemeinen Angst vor Unhygiene, weil der Fuß nunmal als einziges Körperteil direkten Kontakt mit dieser Erde, auf der wir alle leben, hat?

Was auch immer ihre Gründe und sicher die vieler anderer auch sind, nachvollziehbar sind sie für mich nicht. Aber wie in nahezu allen anderen Lebensbereichen auch, abgelehnt wird was fremd und scheinbar sonderbar ist, wobei Ekel schon eine heftige Reaktion ist.

Auf meine Frage, ob sie denn mit meinen nackten Füßen lebe könne, antworte sie, dass sie einfach nicht hinschauen würde. Gut für sie, ich hatte nämlich auch gar keine Schuhe dabei 😆

Übrigens ich ekel mich vor Senf, auch nicht normal. Aber das ist eine ganz andere Geschichte :mrgreen:

 

 

 

Sauberes Bielefeld

Am vergangenen Wochenende war ich in Bielefeld um am Hermannslauf teilzunehmen. Ein Lauffreund nahm mich in seinem Auto mit. Nachdem dieses geparkt war, ging es aus dem Parkhaus in eine fast gegenüberliegende Schule zur Startnummernausgabe. Nach einem kurzen Bummel über die Läufermesse im Schulinnenhof machte ich mich dann auf, quer durch die Bielefelder Fußgängerzone, zum Hotel.

Dabei fiel mir schon auf, dass die Fußgängerzone als solche und auch die Pflasterung sehr sauber wirkten. Nach Ankunft im Hotel, auf dem Zimmer, durfte ich feststellen, dass meine Fußsohlen blitzsauber waren. Auch wenn ich insgesamt weniger als einen Kilometer unterwegs war, hatte ich noch nie so saubere Fußsohlen nach einem Barfußaufenthalt draußen.

Somit verleihe ich Bielefelde den Titel „Vorbildliche Barfußstadt“! Zumal ich dort ja auch in keinem Netto-Markt gewesen bin 😆