Verpflichtend

… sollte dieser Aushang auf jeder Toilette sein 😀

Spruch

Auch wenn meine Erfahrungen mit öffentlichen Toiletten, Toiletten in Zügen oder Gastsätten etc. pp. in der Regel bislang eigentlich gar nicht soooooooo schlecht gewesen sind. Ein derart dezenter Hinweis könnte aber trotzdem nicht schaden, so rein prophylaktisch 🙂

Ein besonderer Tag

… war der gestrige Sonntag für mich. Es gab nämlich zweierlei Premieren in meinem Leben: Zum einen bin ich das erste Mal einen kompletten Wettlauf barfuß gelaufen und zum anderen habe ich das erste Radiointerview meines Lebens gegeben, Thema war natürlich Barfuß laufen 😎

Da ich das Ganze schon in einem Beitrag auf meinem Laufblog verarbeitet habe, mache ich es mir in dieser Stelle einfach mal einfach und setze hier einfach mal stumpf den Link zu diesem Beitrag 🙂

Voilà:

https://deichlaeufer.wordpress.com/2019/10/20/barfuss/

Mit Schirm, Charme und … Helm!

Ich hänge etwas in der Zeit. Eine gute Woche ist es schon her, wo die einen (ungefähr 46.000) Marathon liefen, während zwei Andere gefühlt einen Marathon liefen 🙂

Es war Marathontag in Berlin und im Gegensatz zu den beiden vorherigen Jahres war ich „nur“ als Zuschauer dabei. Mein guter Freund Frank schaut sich den Marathon jedes Jahr an und ich habe ihn diesmal begleitet und durfte feststellen, dass der Blick vom Straßenrand eine durchaus spannende Perspektive auf den Marathon bietet. So hatte ich auch einmal die Gelegenheit die in einem unglaublichen Tempo vorbeistürmende Weltelite zu sehen und danach den nicht enden wollenden Strom an Marathonläufern zu betrachten und dabei die unterschiedlichsten Läufertypen zu studieren. Zwei Barfußläufer machten wir in dem gigantischen Feld aus. Einer von den beiden entdeckte uns am Streckenrand auch und wir grüßten uns freudig. Für mich stellte sich die Frage, ob ich wohl auch irgendwann mal einen Marathon barfuß laufen werde? Abwarten und erst einmal auf kürzeren Distanzen anfangen, wie Frank mir vorschlug. Berlin bietet ja auch einen Halbmarathon und einen 25 km-Lauf.

Leider wurde das Wetter mit der Zeit doch etwas ungemütlich. War der frische Wind noch auszuhalten, machte der später einsetzende Regen die Zuschauerrolle wohl doch noch etwas unangenehmer als die Läuferrolle und wir trollten uns, nachdem geschätzt 2/3 bis 3/4 des Läuferfelds an uns vorbeigeströmt waren.

Pfützenlaufend und immer mal wieder über die extrem barfußfreundlichen, typisch berlinerischen, alten Granitplatten der Gehwege gehend, strebten wir unseren zweiten Tagesprogrammpunkt zu, dem Depot für Kommunalverkehr des Deutschen Technik Museums. Hier findet sich alles rund um das Thema des öffentlichen Personennahverkehrs in Berlin aus vergangenen Zeiten. Busse, Straßen- und U-Bahnen verschiedenster Epochen zeigen wie schon zu früheren Zeiten Menschenmengen in einer großen Stadt bewegt wurden. Ergänzt wird die Ausstellung um besondere Einzelstücke wie amerikanische Straßenkreuzer, Erich Honeckers Jagdwagen (eine Sonderanfertigung aus dem doch ach so verurteilten kapitalistischen Westen) bishin zu einer gewaltigen Schienenschneefräse.

Eine tolle und spannende Ausstellung, deren Genuß nur dadurch etwas getrübt wurde, dass uns so ein älterer Hein-Wichtig-Aufseher wegen unserer Barfüße hinauskomplimentieren wollte, während man beim Einlaß lediglich zu uns gesagt hatte, wir sollten etwas aufpassen. Da eine Diskussion sinnlos erschien, wir aber eh gerade im hintersten Winkel der Halle waren, gingen wir halt wieder Richtigung Ausgang und schauten uns dabei in Ruhe den Rest der Ausstellung an 🙂

Ob mit oder ohne Schuhe interessierte die Aufsicht an unserem nächsten Programmpunkt nicht, Hauptsache wir hatten bei der Besichtigung des Schwerbelastungskörpers, einem Bauwerk aus Nazi-Zeiten, einen Helm auf 😀 Dieser komplett aus Beton bestehende Testbau, ob der Berliner Untergrund tragfähig genug für die geplanten Protzbauten des „1000-jährigen Reiches“ ist (näheres siehe hier), ist zwar im Prinzip unzerstörbar, neigt aber wohl etwas zum Bröckeln.

Mit diesem dritten Tagespunkt sollte es dann aber auch gewesen sein und wir machten uns mit Bus und U-Bahn auf dem Heimweg, aber nicht ohne vorher den spannenden und interessanten Tag noch bei einem Tee und einem Kaffee im Café ausklingen zu lassen.

 

Vier Füße und vier Pfoten

Morgens um Viertel vor Sieben im Büro oder genauer gesagt in der Teeküche 🙂 Eine Kollegin von mir ist zumindestens in den Sommermonaten und zumindestens im Büro auch barfuß unterwegs ist. Gelegentlich bringt sie auch noch ihre Beste mit, die immer nur barpfotig unterwegs ist 😀

Nach morgentlichen Schnack und Streicheleinheiten (für Hundedame Ina natürlich) mache ich mich dann bürofein, sprich die lange Hose kommt an 😀 Der (Arbeits-)Tag kann kommen.

1. oder 2. Klasse?

Das war die Frage einer Zugbegleiterin am Bahnsteig in Oldenburg als ich für die Fahrt nach Berlin den 1. Klasse-Waggon besteigen wollte. Irretiert fragte ich „Icke?“, bejahte gleichzeitig und stieg ein. Barfuß, gepaart mit Shorts und Achselshirt (angesichts von guten 36 ° mochte ich einfach nicht mehr tragen) sah ich wohl nicht unbedingt nach 1. Klasse aus😂

me 10

Merke: Beurteile Deine Mitmenschen nie nach seinen Äußerlichkeiten 😁 Das gilt allerdings genauso für mich 😯 Im ICE saß mir nämlich auf der anderen Gangseite ein großer, etwas sehr kräftiger Mann gegenüber, den ich aufgrund seiner Erscheinung und Ausstrahlung für unsymphatisch und unangenehm hielt. Als wir aber aufgrund der massiven Verspätung unseres Zuges kurz vorm Ziel ins Gespräch kamen, zeigte sich allerdings, dass er ganz nett war.

Das gegenseitige Beurteilen und Abschätzen ohne sich zu kennen ist halt nur zu menschlich. Diese Erkenntnis tröstet mich als Betroffener denn auch gleich wieder und so lange man seine positiven Lehren daraus zieht und noch drüber schmunzeln kann ist alles gut. Es sollte sie also doch geben, die zweite Chance für den ersten Eindruck 😀

Sommerfest

Es ist zwar schon ein paar Tage her, unser Sommerfest von der Arbeit aus, aber ich möchte trotzdem noch einmal darauf zurückkommen, schließlich bin ich auf diesem Sommerfest auch barfuß aufgekreuzt.

Wie man allerdings den Bildern entnehmen kann, war das Ambiente unserer Lagerhalle als Partylocation auch eher rustikal. Wenn man denn noch reichlich Sozialarbeiter als Kollegen hat, sollte Barfuß wirklich kein Problem sein 😆 War es auch nicht, zumal die meisten Kollegen mich inzwischen auch nicht anders kennen 🙂

Während die Kollegen bis in die Nacht hinein gefeiert haben, war ich abends noch laufen. Das allerdings nicht barfuß, wegen schlechter Wegstrecke. Schön waren aber sowohl das Sommerfest als auch der abendliche Lauf 🙂

Beneidenswert?

Wer seinen Alltag barfuß bestreitet sollte nach Möglichkeit ein halbwegs kommunikativer Mensch sein. Neben den vielen Blicken erntet man auch regelmäßig Ansprache. Der Spitzenreiter in der Gesprächshitliste ist mit weitem Abstand die Frage, ob ich keine Angst vor Scherben hätte. Dann folgt zur entsprechenden Jahreszeit die Frage „Ist Ihnen nicht kalt?“ und danach kommen die Hundehaufen.

Weiter geht es, vorallem von älteren Menschen, mit „Als Kinder sind wir auch nur barfuß gelaufen“ und auch gerne mitgeteilt: „Zuhause und im Garten laufe ich auch gerne barfuß“. Die Aufzählung läßt sich fortsetzen und im Regelfall laße ich mich auch gerne auf einen kurzen Wortwechsel ein.

Neulich sprach mich ein Kollege von meiner besseren Hälfte auf das Wieso, Weshalb, Warum meiner Barfußlauferei an. Nach meiner üblichen Erklärerei sagte er mir dann, er würde das gerne selber so machen, aber er käme sich einfach blöd vor barfuß in Geschäfte zu gehen usw.. Ein nicht zu unterschätzender Punkt, den ich nur zu gut verstehen kann, brauchte es doch auch bei mir zu Anfang jede Menge Mut und auch nach zwei Jahren Barfußerfahrung stelle ich mir oft noch die Frage, ob ich nicht in dieser oder jener Situation besser etwas an die Füße ziehen sollte. Soweit so bekannt.

Allerdings kam mir durch das Gespräch mit dem jungen Mann erstmals der Gedanke, dass mich die Leute nicht ausnahmslos für einen Freak oder durchgeknallt halten könnten, sondern dass es durchaus auch welche gibt, die mich beneiden. Die gerne genauso auf freien Füßen unterwegs wären, sich es aber wegen der gesellschaftlichen Konventionen nicht trauen. Ein schöner Gedanke, der mich noch einmal mit noch etwas geraderen Rücken barfuß durch die Welt laufen läßt. Komisch, dass mir dieser Gedanke nicht schon früher in den Sinn gekommen ist.

Sollten irgendwelche Zweifler das hier aus Zufall lesen, ich kann nur sagen „Machen“, Ihr werdet es nicht bereuen und ihr wisst nicht was ihr verpaßt 🙂

 

Stadtbummel

Hola die Waldfee, wie lange hatten Jens und ich schon keinen Stadtbummel mehr durch unser schönes Oldenburg gemacht? Irgendwie blieb der immer wieder auf der Strecke, weil, wie so häufig, fällt das, was vor der Haustür liegt, immer wieder hinten runter. Gestern aber haben wir das plötzlich sommerlich warme Wetter für einen eben solchen genutzt.

Am frühen Nachmittag sind wir in die Stadt geradelt und dann genüßlich, mit viel Zeit durch die Fußgängerzone gebummelt, die aufgrund des wunderbaren Wetters recht voll war. Für mich war es sogar der erste Barfußbummel durch meine Heimatstadt. Konkret gedrückt hatte ich mich bislang nicht davor, siehe oben, aber forciert hatte ich es halt auch nicht. Irgendwie war es für mich doch etwas anderes in Berlin oder Bielefeld barfuß rumzulaufen als in Oldenburg, wo mich recht viele kennen, u. a. auch weil ich bei einem der größten Arbeitgeber der Stadt arbeite. Inzwischen ist mein Selbstbewußtsein aber soweit gestärkt, dass es mir Schnuppe ist wer mir begegnet und wie sie reagieren. Tatsächlich begegneten mir auch eine Kollegin und ein Kollege, was mich wirklich nicht geratzt hat. Ich entwickel mich eben langsam weiter 😎

Etwas Shopping war natürlich auch dabei …

… und ohne Eisessen geht bei so einem Wetter gar nichts 😀

Spaß hatten wir offensichtlich auch 😆

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Jens staunt dabei immer wieder wenn er sieht wie die Blicke der Leute zu meinen Füßen wandern, während mir das meistens gar nicht so auffällt. Aufgefallen ist mir aber natürlich sofort, dass uns in den Schloßhöfen noch ein anderer Barfüßer begegnet ist, den ich von der Rolltreppe aus gerade noch mit der Kamera erwischt hatte, und auch dem Nachhauseweg noch einer, den wir sogar kannten. Wir werden immer mehr 😛

Es waren tollen Stunden auf freien Füßen in der Stadt. Schöner konnte ich den Tag gar nicht genießen, der aus Barfußsicht auch noch dadurch gekrönt wurde, dass mir abends auf ein paar Metern Entfernung noch kurz der Johannes begegnete. Neben mir drei weitere Barfüßer an einem Tag und das in Oldenburg, dass ist ja schon fast inflationär! 😀

Regenwasser

Nach einem harten Barfußtag ist es ja manchmal gar nicht so einfach die Füße wieder sauber zu schrubben. Der alltägliche Schmutz kann sich schon sehr hartnäckig an den Fußsohlen festsetzen und Bürste (bzw. ein Peelinghandschuh, den ich gerne benutze) und Seife haben schwere Arbeit zu leisten um die Füße abends bettfein zu bekommen 🙂

Aber wenn es regnet reicht es vollkommen aus, etwas auf Asphalt oder gepflasterten Wegen rumzulaufen und die Füße sind wieder nahezu blitzeblank, ganz ohne Schrubben. Abends dann nur noch mit etwas Seife abspülen, fertig!

03.04.19 03

Offensichtlich ist es also kein Wunder, dass es soviel Spaß im Regen barfuß rumzulaufen, die Füße wissen einfach was ihnen gut tun. Wie weich muß das Regenwasser im Vergleich zum Leitungswasser sein, dass es so ein reinigende Wirkung hat? Da könnte man es fast bedauern, dass es nicht ständig regnet. Naja, aber auch nur fast 😆

Barfuß auf dem Fahrrad

Nun kann er kommen, der Frühling. Mir ist es endlich gelungen an meinem Fahrrad barfußfreundliche Pedale zu montieren 😀 Darauf habe ich mich schon lange gefreut nun auch barfuß fahrradfahren zu können ❗

Mit den bisherigen Pedalen war das nicht möglich. Jetzt aber kann ich auf Flipflops beim Fahrradfahren verzichten 😎 Die neuen Pedale sind wirklich angenehm und mit nem Zwanni für vergleichsweise schlankes Geld zu haben gewesen.

Über eine interessante Begegnung mit einem laufenden Barfüsser quasi auf der Nachbarschaft habe ich heute auf meinem Laufblog geschrieben. Zu lesen gibt es das hier. So klein ist die Welt 😎

Hand und Fuß

„Du kannst mich mal an die Füße fassen“ oder wie es so schön im Plattdeutschen heißt „Klei mi an de Fööt“ bedeutet ja sinngemäß soviel wie „Leck mich am Allerwertesten“ Woher diese Redensart stammt und warum sie diese Bedeutung erlangt hat, konnte ich leider nicht ergründen. Vielleicht weil die Leute mit an die Füße fassen genauso etwas Angenehmes verbinden wie jemanden am Popo zu lecken? 😯 Das mag sein.

Früher -wie das klingt nach gerade mal zwei, zweieinhalb Jahren halbwegs barfüßigen Leben- mochte ich mir selber auch nicht an die Füße fassen. Füße waren etwas, was man im feucht-muffigen Keller versteckt, unter der Dusche scheu und schnell mitgewaschen hatte, um danach sofort wieder Socken und Hausschuhe drüberzuziehen.

Heute aber fasse ich mir gerne an die Füße und nicht nur weil sie durch das Auskosten ihrer Freiheit viel mehr Zuspruch und Pflege benötigen. Wer mich zuverlässig durch die Natur und durch Städte trägt und wer auch viele Kilometer laufend auf Aspahlt erträgt, braucht viel Zuwendung und hat sie auch verdient.

Aber nicht nur beim Eincremen und sonstiger Pflege sondern auch einfach mal so zwischendurch nehme ich inzwischen meine Füße gerne mal in die Hand. Weil es sich toll anfühlt, es Spaß macht über die Fußsohle zu streichen und mit den Zehen zu spielen. Außerdem ist mir dabei aufgefallen, dass Hand und Fuß zusammenpassen wie Yin und Yang 🙂

Deshalb: Einfach mal zwischendurch Hände und Füße zusammenbringen! Weil es gut tut 🙂

Schnell raus

… in den Schnee, bevor das Ganze in wenigen Stunden in Regen übergehen soll. Im Norden muß man fix sein um den Schnee zu erleben. Da bleibt keine Zeit erst lange Hosen anzuziehen 😆

Kälter als erwartet fühlt sich der Schnee an den Füßen an und bleibt da auch noch voll dran kleben. Aber immerhin mal ein erster Eindruck 🙂

Böse Dinger

Emanuel Kant würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüßte welch böse Dinger man nach ihm benannt hat 🙂 Schon im August machte ich eine schmerzhafte Bekanntschaft mit einem dieser „Kantsteine“.

21.01.19 04

Danach hatte ich wochenlang etwas davon bis sich die ganzen bunten Farben von meinem Fuß wieder verabschiedet hatten. Einen Tag vor Heiligabend ist mir dann das gleiche Ungemach noch einmal passiert. Auf dem Wege zu einer Haustür nahm ich die Kurve zur selbigen etwas zu knapp und …. *autsch*. Zum Glück nicht ganz so schlimm und heftig wie im Sommer, aber mit dem Klingeln an der Haustür hatte ich doch zwei, drei Minuten gewartet bis das Klingeln im Fuß wieder etwas nachgelassen hatte. Immerhin herrscht jetzt zwischen linkem und rechtem Fuß Gleichstand :-/

Allerdings darf ich dann doch den kantschen Steinen nicht die Verantwortung zuschieben, hatte doch schon Muttern zu Kinderzeiten immer gesagt: „Jung, guck vor deine Füße“. Somit sind die berühmten Kantsteine wieder rehabiliert. Außerdem drängt sich mir irgendwie der Verdacht auf, dass Kant und Kantsteine auch nicht so wirklich etwas miteinander zu tun haben 😀 Wie auch immer, ich hoffe inständig, dass mir eine dritte Begegnung dieser Art erspart bleibt.

Und sonst so? Es gibt nicht viel berichtenswertes. Der Winter dümpelt bis dato so vor sich hin. Aber gerade heute morgen durfte ich dann doch mal bei – 7 ° die Autoscheiben freikratzen. Wobei sich die trockene Kälte als recht unproblematisch erweist.

Geringe Plusgrade und Nässe sind da unangenehmer. Jetzt bin ich nur noch gespannt, ob ich in den kommenden Wochen mal durch den Schnee stapfen darf 🙂